Bringt die Medikation einen Behandlungsvorteil bei Erwachsenen mit ADHS?

Obwohl die ADHS typischerweise als Störung des Kindes- und Jugendalters angesehen wird, betrifft sie auch viele Erwachsene. Bei etwa 60% der hyperkinetisch auffälligen Kinder besteht die Störung auch im Erwachsenenalter fort; der Symptomschwerpunkt verlagert sich von motorischer Unruhe hin zu Selbstregulationsdefiziten. Darunter sind bspw. Planungs- und Konzentrationsschwierigkeiten und Probleme bei der Verhaltensorganisation zu verstehen. Es sind also genau jene Bereiche beeinträchtigt, die in unserem modernen Alltag immer wichtiger werden. Infolgedessen berichten viele Patienten von beruflichen und sozialen Funktionseinschränkungen, die weitere Beeinträchtigungen nach sich ziehen und derentwegen sie ihren Alltag nur schwer bewältigen können. Da im Erwachsenenalter die schulischen und elterlichen Stützstrukturen weitgehend entfallen, sind die Betroffenen oftmals auf sich allein gestellt. Ohne therapeutische Behandlung drohen chronische Störungsverläufe einschließlich von komorbiden Begleiterscheinungen; die frühzeitige Diagnose und Therapie der adulten ADHS kann dem entgegenwirken.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen ADHS im Erwachsenenalter und Alkoholdelikten im Straßenverkehr?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit funktionellen Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit verbunden. Diese wiederum spielt beim Autofahren eine wichtige Rolle. Forscher der Universitäten Bremen und Hamburg haben nun den Zusammenhang zwischen ADHS und Alkoholdelikten im Straßenverkehr untersucht und kommen zu aussagekräftigen Befunden. Weiterlesen

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Vielversprechendes neues Selbstregulationstraining für Kinder mit ADHS

Selbstregulation ist eine wichtige Voraussetzung für das schulische aber auch soziale Lernen. Besonders Kinder mit ADHS tun sich damit aber sehr. Sie fallen in der Schule durch erhöhte Ablenkbarkeit, Konzentrationsmängel und ein erhöhtes Abbruchverhalten von Tätigkeiten und Handlungen auf. Um dem abzuhelfen wurde das Lernprogramm MCII – Mental Contrasting with implemention Intentions entwickelt, das die Selbstregulation erleichtert und das Zielverfolgen von Schülern verbessert. Die bislang ermittelten Ergebnisse lassen aufhorchen. Weiterlesen

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Zusammenhang zwischen Neurodermitis und Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS in Metaanalyse

Sowohl das Aufmerksamkeits-Defizit/ Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) als auch die Hautkrankheit Neurodermitis sind häufige Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Schon lange wird ein Zusammenhang zwischen beiden Krankheitsbildern vermutet. Forscher der Universitäten Dresden, Regensburg, München, Kiel und Würzburg  haben nun neuere Studien zu diesem Themengebiet zusammengefasst und den Zusammenhang unter Berücksichtigung von Umwelt und Lebensweise untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer ADHS um 43 % erhöht, wenn zuvor  eine Neurodermitis vorliegt. Weiterlesen

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Was wirkt bei Erwachsenen mit ADHS besser – Psychotherapie oder Medikation? – Ergebnisse einer Metaanalyse

ADHS wurde in den letzten Jahren als eine Störung erkannt, die in ca. 30% aller Fälle bis ins Erwachsenenalter fortbesteht. Ein größerer Teil der ADHS Erwachsenen findet keine angemessene Behandlung. Dabei stellt sich aber auch gleich die Frage, welche Behandlungsform als wirksam zu empfehlen ist. Gerhard Lauth und Friedrich Linderkamp von den Universitäten Köln und Oldenburg sind dieser Frage nachgegangen und haben dabei die Studien zur Wirksamkeit von Pharmakotherapie und Psychotherapie in einer Metaanalyse zusammengefasst. Die Ergebnisse belegen eine beträchtliche Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen. Weiterlesen

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Häufige Fehldiagnosen bei ADHS?

Die Medien berichten derzeit verstärkt von einem dramatischen Anstieg von ADHS Diagnosen bei Kindern und Jugendlichen. Politiker und Journalisten greifen derartige Schreckensbotschaften allzu gerne in polemischer Weise auf, um düstere Zukunftsszenarien auszumalen. Entspricht die mediale Darstellung der Thematik tatsächlich der Realität? Weiterlesen

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ADHS – ein Prädiktor für die Rückfallwahrscheinlichkeit von Straftätern?

Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Rückfallwahrscheinlichkeit von Straftätern und dem Vorliegen einer Aufmerksamkeitsstörung wurde in der Forschungsliteratur uneinheitlich beantwortet. Unter Berücksichtigung der heterogenen Befundlage untersuchte das Forscherteam um  Psychologin Lena Grieger (2012) die prädiktive Bedeutung von ADHS für das Rückfallrisiko in einer Stichprobe von 283 männlichen Straftätern. Weiterlesen

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Was wirkt bei Lese-Rechtschreibschwäche?

Lese-Rechtschreibschwäche ist bei Jungen und Mädchen mit 4-8% nicht nur stark verbreitet, sondern hat berechtigterweise zahlreiche Untersuchungen zur geeigneten Behandlung ausgelöst. Reicht eine symptombezogene Behandlung der Schreib- und Leseschwierigkeiten? Führt ein Training der visuellen oder akustischen Wahrnehmung weiter? Welche Ansätze am wirkungsvollsten helfen untersuchten Professor Schulte Körne und andere Forscher in einer umfassenden Gesamtschau. Weiterlesen

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Wie fördert man rechenschwache Kinder effektiv?

Diese Frage wollen Wissenschaftler der Universitäten München und Hall (Österreich)anhand einer Metaanalyse beantworten. Insgesamt 328 rechenschwache Grundschulkinder liegen der Auswertung zu Grunde. Verglichen werden Kinder, die  an einer speziellen Intervention teilgenommen hatten, mit Kindern aus einer Kontrollgruppe ohne ausdrückliche Förderung. Den Forschern ging es in der Hauptsache darum herauszufinden, welche Förderansätze wirksam sind und welche Randbedingungen zum Erfolg beitragen. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse für die Praxis. Weiterlesen

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Neues Lerntraining für Jugendliche mit ADHS vorgestellt: LeJA

ADHS im Kindesalter ist ein mittlerweile sehr ernstgenommenes Thema, aber was ist, wenn aus den Kindern Jugendliche werden? Laut Ihle und Esser (2002) zeigen Längsschnittstudien, dass bis zu 80% der Kinder auch noch im jugendlichen Alter von der Störung betroffen sind. Diesem Problem haben sich Linderkamp et. al angenommen und das bislang erste multimodale Behandlungskonzept für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren entwickelt. Weiterlesen

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